Projektablauf
Es sind immer 3 Tage und 2 Nächte zusammenhängend geplant, die im Vormittagsbereich mit je 5 Unterrichtseinheiten ohne Puppen stattfinden.
In den Unterrichtseinheiten setzen sich die TeilnehmerInnen intensiv mit der eigenen Vorstellung, dem Verhalten und den Anforderungen an sich selbst und an sich als Mutter/Vater auseinander. Danach erst kommt die Realität in Form der Puppen daher, die nicht der Kernpunkt des Projektes sind, sondern „nur“ die Realität verdeutlichen. Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer bekommt ein eigenes Baby, das sie/er eigenverantwortlich versorgen und betreuen muss. (Es können auch „Paare“ gebildet werden.)

Die computergesteuerten Puppenbabys fordern mit unterschiedlichen Schreien
das Füttern, Windeln wechseln, beruhigende Wiegen in realistischer Weise
ein – und diese müssen auch mit entsprechendem Zeitaufwand befriedigt
werden.
Das Pflegeverhalten wird aufgezeichnet und steht für die spätere Auswertung
zur Verfügung. In Einzelgesprächen wird mit „Mutter/Vater“ besprochen,
wie sie sich während des Projektzeitraumes gefühlt und um ihr „Kind“ gekümmert
haben.
Zur Auswertung dieser eigenen Wahrnehmungen und Gefühle führt Mutter/Vater
während des Projektes ein Tagebuch, in dem auch Aufgaben gestellt werden
(Sachwissen ermitteln, Tagesmutter organisieren, Gedanken notieren...)
Nach einer kurzen Einweisung im Umgang mit den Babypuppen werden diese
mit nach Hause genommen und alleine weiter betreut. Für Notfälle, gibt
es eine Hotline, denn die Puppen können von den TeilnehmerInnen nicht ausgestellt
werden.

